Vorteile der Inlinersanierung im Überblick
1. Verzicht auf großflächige Erdarbeiten
Die Inlinersanierung kommt ohne umfangreiche Aufgrabungen aus. Statt Straßen, Gehwege oder Gärten zu öffnen, wird das Sanierungsmaterial über vorhandene Zugangspunkte in die Leitung eingebracht. Das reduziert Lärm, Schmutz und Einschränkungen im Alltag und macht die Methode besonders schonend für die Umgebung.
2. Zügige Umsetzung
Da keine Erdarbeiten notwendig sind, verkürzt sich die Sanierungszeit erheblich. Der Ablauf umfasst vor allem die Vorbereitung, das Einziehen des Inliners und die Aushärtung. Diese Arbeitsschritte lassen sich in vielen Fällen innerhalb weniger Stunden bis weniger Tage realisieren, wodurch Ausfallzeiten und Störungen gering bleiben.
3. Reduzierte Gesamtkosten
Die Kombination aus weniger Arbeitszeit, geringem Materialaufwand und dem Wegfall von Wiederherstellungsarbeiten sorgt für finanzielle Vorteile. Besonders bei längeren Leitungsabschnitten zeigt sich die Einsparung deutlich.
- Weniger Personalstunden
- Keine Wiederherstellung von Oberflächen
- Niedrigere Betriebsausfallkosten
Diese Faktoren machen die Inlinersanierung zu einer wirtschaftlich attraktiven Lösung.
4. Dauerhafte Stabilität
Das Verfahren erzeugt eine neue, nahtlose Innenbeschichtung im Rohr. Diese ist beständig gegenüber chemischen Einflüssen, Abrieb und Druckbelastungen. In vielen Fällen erreicht die Lebensdauer mehrere Jahrzehnte, wodurch eine langfristige Funktionssicherheit gewährleistet wird.
5. Ressourcenschonend und umweltverträglich
Durch die grabenlose Technik werden weniger Maschinen eingesetzt und weniger Baustellenabfälle erzeugt. Zudem entfällt der Transport großer Erdmassen. Das Verfahren benötigt nur geringe Mengen an Harzen und Materialien, was den ökologischen Fußabdruck reduziert und die Umweltbelastung spürbar minimiert.
6. Flexible Einsatzmöglichkeiten
Die Methode eignet sich für unterschiedliche Rohrarten und Dimensionen. Sie wird sowohl in privaten Haushalten als auch in gewerblichen und öffentlichen Anlagen eingesetzt. Typische Einsatzgebiete sind:
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Abwasserleitungen | Hausanschlüsse, Grundstücksleitungen |
| Kanalsysteme | Hauptkanäle, Nebenkanäle |
| Regenwasserleitungen | Dachentwässerung, Drainagen |
Damit bietet die Inlinersanierung eine vielseitige Lösung für verschiedenste Anwendungsfälle.

Ablauf einer Inlinersanierung: Schritt für Schritt erklärt
Schritt 1: Prüfung und Planung
Zu Beginn erfolgt eine detaillierte Untersuchung der betroffenen Leitung. Mithilfe von Kanal-TV-Kameras wird der Zustand der Rohrleitung sichtbar gemacht. Auf Basis dieser Ergebnisse wird der passende Inliner vorbereitet und die Vorgehensweise exakt auf die Schadenssituation abgestimmt.
Schritt 2: Säuberung und Vorbereitung der Leitung
Vor dem Einbau muss das Rohr frei von Ablagerungen und Hindernissen sein. Dafür kommen Hochdruckspülungen oder Fräsgeräte zum Einsatz, um eine glatte Innenfläche zu schaffen. Nur so kann der Inliner später zuverlässig haften.
Schritt 3: Einzug des Inliners
Der vorbereitete Inliner, ein mit Harz getränktes Schlauch- oder Gewebematerial, wird in die Leitung eingezogen oder eingeblasen. Anschließend wird er mit Druckluft oder Wasser an die Rohrwand gepresst, sodass er sich exakt an die vorhandene Form anpasst.
Schritt 4: Härtung des Materials
Damit der Inliner eine feste Struktur erhält, wird das Harz ausgehärtet. Dies geschieht je nach Verfahren durch UV-Licht, Wärme oder Dampf. Nach der Aushärtung entsteht ein stabiles „Rohr im Rohr“, das die ursprüngliche Leitung dauerhaft abdichtet.
Schritt 5: Abschließende Kontrolle und Freigabe
Nach der Härtung wird die Leitung erneut mit einer Kamera überprüft. Dabei kontrollieren die Fachkräfte, ob der Inliner lückenlos sitzt und keine Schäden mehr sichtbar sind. Ist das Ergebnis einwandfrei, wird die Leitung wieder für den regulären Betrieb freigegeben.
Schritt 6: Protokollierung und Nachweis
Zum Abschluss dokumentieren die Experten den gesamten Prozess. Der Bericht enthält Informationen zu den eingesetzten Materialien, den Arbeitsschritten und den Ergebnissen der Sanierung. Diese Unterlagen dienen dem Auftraggeber als Nachweis der erfolgreichen Instandsetzung.
Kurzübersicht der Arbeitsschritte:
| Arbeitsschritt | Ziel | Technik/Methoden |
|---|---|---|
| Inspektion | Schadensanalyse | TV-Kamera |
| Reinigung | Haftungsfläche schaffen | Hochdruck, Fräsen |
| Inliner-Einbau | Neues Rohr im Rohr | Druckluft, Wasser |
| Aushärtung | Stabilität herstellen | UV, Wärme, Dampf |
| Endkontrolle | Qualität prüfen | Kamera-Inspektion |
| Dokumentation | Nachweis sichern | Bericht, Fotos |
Mit diesem strukturierten Ablauf stellen Fachbetriebe wie Rohr- und Kanalprofi sicher, dass beschädigte Leitungen zuverlässig und ohne aufwendige Erdarbeiten saniert werden.
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Dauer und Kosten einer Inlinersanierung
Zeitlicher Ablauf der Inlinersanierung
Die Dauer einer Inlinersanierung hängt maßgeblich von der Länge des Rohrabschnitts, dem Schadensbild und der eingesetzten Technik ab. In vielen Fällen lässt sich die Sanierung innerhalb weniger Stunden bis zu einem Arbeitstag durchführen.
Besonders vorteilhaft ist, dass aufwendige Grabungsarbeiten entfallen. Dadurch werden Unterbrechungen im Alltag, im Betrieb oder bei öffentlichen Einrichtungen deutlich reduziert. Diese schnelle Umsetzung macht das Verfahren sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen attraktiv.
Preisrahmen einer Inlinersanierung
Die Kosten einer Inlinersanierung richten sich nach mehreren Faktoren wie Rohrdurchmesser, Schadensumfang, Materialeinsatz und baulichen Gegebenheiten vor Ort. Typische Richtwerte bewegen sich zwischen 150 € und 600 € pro Meter, abhängig von Projektgröße und Komplexität.
Eine Übersicht typischer Preisfaktoren:
| Faktor | Einfluss auf die Kosten |
|---|---|
| Rohrlänge und -durchmesser | Bestimmt Materialbedarf |
| Schadensausmaß | Erhöht Arbeitsaufwand |
| Anzahl von Abzweigen | Erfordert Zusatzarbeiten |
| Zugangsmöglichkeiten | Beeinflusst Logistik |
Da jede Sanierung individuelle Anforderungen stellt, empfiehlt sich ein maßgeschneidertes Angebot durch einen Fachbetrieb. Der wesentliche Vorteil liegt darin, dass durch das grabenlose Verfahren nicht nur Zeit gespart, sondern auch Folgekosten durch Erdarbeiten oder Oberflächenwiederherstellung vermieden werden. So bleibt die Inlinersanierung eine wirtschaftliche Lösung für langlebige Rohrsysteme.
Inlinersanierung bei stark geschädigten Leitungen
Stark beschädigte Rohrleitungen stellen ein erhebliches Risiko für die Funktionsfähigkeit von Abwassersystemen dar. Risse, Brüche oder Undichtigkeiten können zu Störungen im Ablauf oder sogar zu Wasserschäden führen. Klassische Reparaturmethoden erfordern meist großflächige Aufgrabungen, was in Wohngebieten oder unter befestigten Flächen hohe Kosten und lange Bauzeiten nach sich zieht.
Die Inlinersanierung ermöglicht eine grabenlose Sanierung, die den Aufwand deutlich reduziert. Dabei wird ein flexibler Schlauch, der mit einem speziellen Harz getränkt ist, in das beschädigte Rohr eingebracht. Durch Druckluft oder Wasser legt sich der Schlauch an die Innenwand an und härtet dort aus. Das Ergebnis ist eine neue, dichte Innenbeschichtung, die die ursprüngliche Stabilität wiederherstellt.
Vorteile im Überblick:
- Keine großflächigen Erdarbeiten notwendig
- Reduzierte Ausfallzeiten und Kosten
- Langlebige und dichte Rohrinnenwand
| Kriterium | Traditionelle Reparatur | Inlinersanierung |
|---|---|---|
| Erdarbeiten | umfangreich | minimal |
| Zeitaufwand | hoch | gering |
| Belastung der Umgebung | stark | niedrig |











